Therapie am Urlaubsort


In warmen Ländern

Insulinlagerung am Urlaubsort

Insulin richtig lagern

Die Sorge, dass Insulin bei hohen Temperaturen schnell verdirbt, ist glücklicherweise unbegründet. Denn das kommt nur selten vor. Dennoch darf es nicht auf über 40° C erwärmt werden. Mit ein paar Tricks lässt sich das sogar am Strand sicherstellen. Eine Kühltasche ist zwar praktisch, aber nicht unbedingt nötig. Achtung: Keinesfalls darf das Insulin mit den Kühlakkus in Berührung kommen. Es würde sofort Kälteschäden davontragen und unbrauchbar werden.


Tipp: Wickeln Sie Ihr Insulin in Handtücher ein, bevor Sie es in die Kühltasche packen. Das schützt vor den Kühlakkus. Verfügt Ihr Urlaubsdomizil über einen Kühlschrank oder eine Minibar, lässt sich darin natürlich Insulin lagern. Achtung: Prüfen Sie vorher, ob die Temperatur nicht zu weit heruntergeregelt wurde. Zumindest in asiatischen Ländern müssen Sie damit rechnen. Keinesfalls dürfen 4° C unterschritten werden. Solch eisige Temperaturen würden Ihr Insulin unbrauchbar machen. Ein Hotelzimmer mit Klimaanlage eignet sich gut zur Aufbewahrung. Sie müssen nur noch darauf achten, dass Ihre Insulinvorräte nicht am Fenster in der prallen Sonne liegen. Im Schrank oder im Koffer wird es sicherlich nicht überhitzt. Auch wenn Ihr Zimmer über keine Klimaanlage verfügt, können Sie Ihre Insulinvorräte darin lagern. Suchen Sie einen Platz, der den ganzen Tag schattig bleibt (Schrank, Koffer). Zusätzlich können Sie Ihren Vorrat auch noch in ein feuchtes Handtuch einwickeln - ohne Plastiktüte! Die Verdunstungskälte verhindert zu starke Erwärmung. Ähnliches gilt am Strand: schattiges Plätzchen für Insulin suchen - z.B. unter der Liege - und in ein feuchtes Handtuch einwickeln. Oder Sie packen Ihr Insulin und Ihre Teststreifen in eine stabile Tüte, vergraben diese im Sand und stellen eine Tasche als Schattenspender darüber. Für den Transport im Rucksack das Insulin in Kleidungsstücke einwickeln und in der Mitte des Rucksackes verstauen.

Testsensoren richtig lagern

Testsensoren arbeiten mit Enzymen, und die können durchaus empfindlich auf Wärme, Kälte und Luftfeuchtigkeit reagieren. Zuverlässig arbeiten die Bayer-Sensoren für alle Blutzuckermessgeräte von Bayer, wenn sie bei 10° C bis 40° C gelagert wurden. Testsensoren sollten Sie also zusammen mit Ihren Insulinvorräten aufbewahren.

Verstärkte Insulinwirkung bei Hitze

Große Hitze beschleunigt die Insulinwirkung im Körper, was zu unerwarteten Unterzuckerungen führen kann. Um ein Abfallen Ihres Blutzuckerwertes rechtzeitig zu erkennen, sollten Sie in warmen Urlaubsgefilden häufiger als zu Hause Ihren Blutzuckerspiegel testen. So können Sie bei Bedarf schnell reagieren und mit zusätzlichen BE/KHE, oder Insulinreduktion eine Hypoglykämie vermeiden.


Richtig Trinken im Urlaub

Sonstiges

Vor Sonnenbrand muss sich jeder schützen, aber Menschen mit Diabetes sollten besonders aufpassen. Denn bei vielen hat das Schmerzempfinden nachgelassen. Ein schattiges Plätzchen und ausreichender Sonnenschutz sind die beste Vorsorge. Übrigens, auch im Schatten wird man braun. Laufen Sie auch am Sandstrand niemals barfuß herum. Kleine Scherben, Bruchstücke von Muschelschalen - zu groß ist die Verletzungsgefahr. Einfache und gut passende Badeschuhe schützen Sie zuverlässig. Kontrollieren Sie dennoch zur Vorsicht abends Ihre Füße. Auch kleinste Wunden sollten Sie desinfizieren und fachgerecht versorgen.

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In kalten Ländern

Insulin richtig lagern

Insulin ist kälteempfindlich. Temperaturen unter 4° C übersteht es meist nicht ohne Schaden. Deshalb sollten Sie bei Kälte - z.B. beim Skilaufen - Ihr Insulin nicht in Außentaschen verstauen. Zu schnell werden hier Minustemperaturen erreicht. Nutzen Sie Ihre eigene Wärme, indem Sie Ihr Insulin dicht am Körper tragen. Gut eignen sich die Innentaschen des Anoraks oder Mantels. Oder ein Beutel, den Sie am besten noch unter dem Pullover tragen.

Kälteschäden von Insulin erkennen

Sie können selbst überprüfen, ob Sie Ihr Insulin ausreichend vor Kälte geschützt haben.

  • Verzögerungsinsulin: Ausflockungen und Schwebeteilchen, die Sie auch durch Schütteln nicht auflösen können, weisen auf einen Kälteschaden hin. Dieses Insulin sollten Sie nicht mehr verwenden.
  • Normalinsulin: Erscheint das ansonsten klare Insulin nun milchig oder weist es gelbliche Trübungen/Schlieren auf, ist es wahrscheinlich durch Kälte unbrauchbar geworden. Sie sollten es nicht mehr benutzen.

Testsensoren richtig lagern

Spezielle Test haben gezeigt, dass Testsensoren nicht bei Temperaturen unter +10° C aufbewahrt werden sollten. Verstauen Sie sie also zusammen mit Ihrem Insulin, und tragen Sie beides möglichst nah am Körper. Am besten auch Ihr Blutzuckermessgerät.


Blutzuckerkontrolle bei Wind und Wetter

Blutzucker-Kontrolle bei Wind und Wetter

Wenn Sie ein paar Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, lässt sich auch bei sehr tiefen Außentemperaturen der Blutzuckerspiegel problemlos und exakt messen. Noch bei +10° C, so zeigten spezielle Testverfahren, arbeiten Bayer Testsensoren genau. Tragen Sie Testsensoren und Messgerät möglichst nah am Körper. So halten Sie beide schön warm. Die Messung mit den Blutzuckermessgeräten von Bayer geht so schnell, dass Gerät und Sensoren in dieser kurzen Zeit nicht von Körpertemperatur unter den kritischen Wert abkühlen. Drehen Sie den Rücken zum Wind, und messen Sie im Windschatten. Das verhindert schnelle Temperaturstürze. Bei Sturm oder Schneetreiben sollten Sie unter dem Anorak oder dem Pullover testen.

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