Einleitung
Bayer Vital unterstützt das Projekt: Für jeden gelaufenen Kilometer spendet das Unternehmen fünf Euro an die Deutsche Diabetes-Stiftung.
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Die letzten 120 km (Sarria - Santiago) sind gelaufen. Am 13.06. bin ich gegen 14.00 Uhr in Santiago eingetroffen. Über die Etappen in Galicien gibt es nicht viel zu sagen. Nach den Wäldern am O Cebreiro und bis nach Sarria folgten kilometerlange Asphaltpisten und endlose Eukalyptuswälder, die mit ihrem Geruch den Charme eines Krankenhauses ausstrahlten. Dazu kam ein intensiver "Geruch" nach Legebatterien und der Anblick überdüngter Wiesen. Die vielgepriesenen Eichen und Kastanienwälder waren nur ein paar Kilometer weit zu geniessen.
Die letzte Etappe war eine reine Asphalttreterei dazu wechselhaftes Wetter. Die Stadtgrennze von Santiago erreichte ich bei Sonne die Kathedrale bei Regen. An der Kathedrale angekommen war ich erst einmal entäuscht. Auf dem riesigen Platz kam ich mir ziemlich verloren vor. Die nächste Enttäuschung: Die Herberge in Santiago ist wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Also weiter zur Touristinformation. Der Weg dorthin führt durch die Altstadt. Ich sah nur Restaurants und Andenkenläden und die dirchtgedrängt, eines neben dem anderen. Eigentlich sind es keine Läden, von der Groesse her eher Tempel. Am liebsten wäre ich, wie in Burgos, sofort weitergezogen. Nur: es war inzwischen Nachmittag, es regnete, ich war müde und eigentlich war die "Luft raus". Das Ziel, zumindest das geographische, war erreicht. Also schnell in eine Pension, duschen und trockene Sachen anziehen.
Um 18.00 Uhr wollte ich in der Kathedrale sein. Dort wurde ein Pilgerpaar getraut, das den Camino gegangen war mit dem Endziel der Hochzeit in der Kathedrale von Santiago. Das wäre für sich allein keine grosse Sache. Das besondere war, dass "sie" unterwegs Schwierigkeiten bekam und aufgegeben hätte. Daraufhin trug er das Gepäck für zwei, also ca. 20 kg über viele Etappen nach Santiago; eine aussergewöhnlich körperliche Leistung. Das war natürlich das Tagesgespräch auf dem Camino. Entsprechend voll war der Seitenflügel der Kathedrale mit Pilgern. Ich schätze, dass es weit über 100 waren. Ich traf bei dieser Gelegenheit viele Bekannte von unterwegs wieder und bekam dabei den Tipp in dem ehemaligen Benediktinerkloster direkt bei der Kathedrale ein Zimmer anzumieten. Das machte ich auch. Bis zu meiner Abreise wohne ich nun in einer ehemaligen Mönchszelle (mit Dusche und Toilette). Ich kann mich aus dem Trubel der Altstadt in Minuten in die Ruhe eines Bauwerkes zurueckziehen, dessen Anfänge im 9. Jh. liegen. Das ist ein Genuss und ich meine auch ein würdiger Abschluss meiner Wanderung.
Nun ist das Klosterzimmer bezogen und ich stürze mich in den Trubel der Altstadt. Bis zum Abend laufe ich ziellos umher. Ich merke, dass ich eigentlich noch garnicht angekommen bin. Ich bin körperlich da, meine Sinne sind noch in der Weite der Meseta, den Waeldern am O Cebreiro, der Landschaft Navarras....
Ich beginne zu verstehen warum soviele monatelang unterwegs sind und teilweise tausende von Kilometern zurücklegen, warum soviele Jahr für Jahr zum Camino zurueckkehren.
Der Camino frisst Dich mit Haut und Haaren, er lässt Dich nicht mehr los!
Genauso kann er Dich an irgendeiner Stelle ausspucken. An einem Ort und zu einem Zeitpunkt wo Du es niemals erwarten würdest. Er verzeiht keine Fehler.
Trotzdem: Jetzt am 2. Tag merke ich dass die Stadt, die mich umgibt, kein Museum für Pilger und Touristen ist. Es ist eine lebende und lebendige Stadt in der die Pilger und Touristen nur einen kleinen Teil ausmachen. Zufällig komme ich in eine Prozession. Eine riesige Christusfigur wird durch die Strassen getragen, die Strassen sind voller Menschen.
Jetzt am 3. Tag bin ich angekommen. Ich geniesse das quirlige Leben, besuche die Kathedrale und den Pilgergottesdienst und ich freue mich auf die Heimkehr. Auf einer Bühne wird Flamenco getanzt, eine galicische Gruppe tanzt.
G. Uphoff
Bei herrlichem Wetter sitze ich in einem liebevoll angelegten Rosengarten neben einem Teich mit Springbrunnen mit kleinen Kois. Das ganze ist Teil der Herberge in Sarria, wo ich die Überquerung des O Cebreiro gedanklich noch einmal nachvollziehe.
Diese Etappe war für mich die bisher schönste auf meiner Wanderung trotz lädiertem Knie und Knöchel. In meinem Wanderführer wird der Aufstieg als "landschaftlich ergreifend" beschrieben. Die Bilder können leider die Stimmung die intensiven Gerüche, die Empfindungen nicht wiedergeben.
Mit all diesen Empfindungen kommt man nach ca. 2 - 3 Stunden in das Museumsdorf O Cebreiro und wird abrupt in die Wirklichkeit des 21. Jh. zurückgeholt. Ich werde von Reisebussen mit Touristen aus ganz Europa empfangen, die die Andenkenläden und Restaurants stürmen. Für die historischen Gebäude interessiert sich ausser ein paar verwirrten Pilgern kein Mensch. Die meisten Pilger verlassen fluchtartig O Cebreiro und machen sich sofort an den Abstieg nach Triacastella.
Ich sitze ca. 30 Minuten in einer kleinen Kapelle am Ortsrand von O Cebreiro. Während dieser Zeit findet noch eine Pilgerin für ein paar Minten Zeit, um schnell eine Kerze anzuzünden und dann weiterzuziehen.
Die nächste Überraschung: Die von mir anvisierte Herberge auf dem Giepfel ist wegen Renovierungsarbeiten geschlossen und ein Bus fährt auch nicht ins Tal. Also: 20 km Abstieg unter die Füsse nehmen, laut Wanderführer ist die nächste Übernachtungsmöglichkeit in Triacastella, also 20 km entfernt und inzwischen ist es ca. 14.00 Uhr.
Gegen 17.00 Uhr findet sich dann doch noch eine Herberge; sie ist in keinem Wanderführer angeführt. Als freundliche Zugabe erfahre ich, dass am nächsten Morgen ein Bus nach Triacastella fährt. Ich kann also die letzten 10 Kilometer Abstieg vermeiden. Meine Knochen und Sehnen freuen sich.
Buen Camino
Meine Erfahrungen mit Diabetes II auf dem Jakobsweg!
Als ich den "Jakobsweg" unter die Füsse nahm hatte ich in meinem Rucksack 2 Blutzuckermessgeräte der Marke "Contour" (sehr leicht und handlich). Ausserdem: 16 Ballaststoffriegel.
Die körperliche Ausgangslage war: bei einer Grösse von 1,81 m wog ich ca. 100 kg mit einem Körperfettgehalt von ca. 24%. Meine durchschnittlichen Blutzuckerwerte lagen zwischen 90 und 140. Für die Wanderung waren Tagesetappen von ca. 20 km geplant.
Auf den ersten 4 Etappen, mit dem Ziel Pamplona, machte ich jeden Tag ein Profil, um zu sehen wie mein Körper auf die Belastung reagiert. Klar war mir, dass ich mehr Kohlehydrate brauche als zuhause, ahnte aber nicht im geringsten was auf mich zukommen sollte. Meine Werte sanken von Tag zu Tag und in Pamplona passierte es dann: Nach der Ankunft gegen 15.00 Uhr wurde ich bei der Stadtbesichtigung so schwach, dass ich mich setze musste, um nicht "umzukippen". Ich ass sofort 2 Ballaststoffriegel und nach ca. 30 Minuten war ich wieder einigermassen auf dem Damm.
Meine Speicher waren völlig leer trotz reichlichem Essen! Noch am Abend ass ich dann einen Suppenteller voller Kartoffeln und anschliessend eine Lasagne. Am nächsten Tag 8 Scheiben Vollkornbrot und ca. 300 - 400 Gramm Spaghetti. Danach hatte ich einen Blutzuckerwert von ca. 120.
Meinen Vorrat an Vollkornbrot war nun aufgebraucht und in Spanien wird fast ausschliesslich Weissbrot (Baguette) gegessen. Glücklicherweise gibt es in jedem Supermarkt Ballaststoffriegel von denen ich nun immer reichlich im Rucksack habe. Meine tägliche Ernährung sieht seitdem folgendermassen aus: Frühstück mit Baguette, Käse und meistens einen Apfel oder eine Tomate. ´
Unterwegs, im Laufe des Vormittags einen Ballaststoffriegel und wieder einen Apfel oder wie jetzt hier in Galicien, frische Kirschen. Am frühen Abend, in der Herberge immer: entweder ca. 250g Teigwaren oder Kartoffeln jeweils mit frischem Gemüse wobei es durchaus auch einmal mehr sein kann.
Damit halte ich nun Blutzuckerwerte zwischen 80 ind 120, durch die Kirschen natürlich auch mit Ausschlägen nach oben. Das hat sich jetzt bei mir so eingepegelt, dass ich auch kilometerlange Aufstiege ohne Probleme bewältige. Ich muss mich oft zwingen soviel zu essen. Die stundenlange taegliche Bewegung nimmt das Hungergefühl weg.
Hier ist das Blutzuckermessgerät fuer mich zwingend notwendig da ich einen zweiten Einbruch, wie in Pamplona, nicht erleben möchte.
G. Uphoff
Inzwischen bin ich 100 km mit dem Zug von Leon nach Ponteferada gefahren. Warum: Von Leon nach Astorga, dem nächsten Etappenziel läuft man viele Kilometer auf Asphalt. In Anstorga selbst geht ein Magen-Darm-Virus um. Die Herberge dort wurde zu einem Krankenlager umgestaltet; viele Wanderer mussten in das dortige Krankenhaus eingeliefert werden.
Die nächste Überlegung war: In Astorga beginnt der Aufstieg zum Cruz de Ferro auf eine Hoehe von 1532 m. Der Aufstieg schreckte mich nicht, allerdings der ca. 20 km lange, streckenweise schwere, Abstieg nach Ponteferrada. Mein linkes Knie und meine Bänder im rechten Knöchelgelenk geben mir Warnzeichen, vor allem bei Gefällstrecken.
Das Problem ist: Wenn ich den Aufstieg beginne, muss ich auch den Abstieg machen. Es gibt keine Möglichkeit unterwegs in den Bus zu steigen.
Als Sahnehäubchen wären dann noch Kälte und Regen dazugekommen. Bei meiner Abfahrt in Leon zeigte das Barometer 4 Grad Celsius.
Ponteferrada:
Vor mir liegen nun über 20 km Aufstieg nach O Cebreira, davon haben die letzten 10 km Steigungen zwischen 7 und 10 Prozent. Auch hier warten dann wieder ca. 20 km Abstieg auf meine Knie und Knöchel, hinunter nach Triacastella. Den Aufstieg kann ich in zwei Etappen machen in O Cebreira übernachten und von der Passhöhe dann mit dem Bus nach Triacastella fahren, um dem Abstieg auszuweichen.
Ich kann auch den ganzen Berg umfahren um kein Risiko einzugehen. Bis morgen früh kann ich noch darüber nachdenken...
Buen Camino
Ich berichte heute nicht über meine Wanderung sondern über eine Begegnung mit einer Diabetikerin. Ich beschreibe das so, wie ich es erlebt habe. Ich werde das nicht kommentieren. Es mag sich jeder seine Gedanken dazu machen:
Eine Frau, die vor einigen Jahren nach einer schweren Operation Diabetes bekam, geht mit ausdrücklicher Zustimmung ihres Arztes auf die Wanderung nach Santiago de Compostela.
Sie hat, mit Wissen ihres Arzts, kein Messgerät dabei, nur Messstreifen um über den Urin zu prüfen, wie ihre Zuckerwerte sind und danach zu entscheiden ob sie eine Tablette nehmen soll oder nicht.
Als wir uns kennenlernten war sie ca. 1 Woche unterwegs, abgeschlagen und lustlos. Ich bot ihr eine Zuckermesung an, die sie nach einigem Zögern auch annahm. Die Messung erfolgte mittags gegen 15.00 Uhr, ca. 45 Minuten nachdem sie ein üppiges 3-Gänge-Menue zu sich genommen hatte. Sie hatte einen Wert von 71!
Auf meine Frage was sie heute und morgen vor dem Abmarsch noch essen werde, meinte sie dass das Menue für sie ausreiche und morgen früh werde sie einen Kaffee trinken und erst im Laufe des Vormittags etwas essen. Es stellte sich schnell heraus, dass die Frau sehr wenig über Ernährung wusste und nur davon ausging, dass sie so leben könne wie zuhause.
Grüße
G. Uphoff
16.05.2007
Azofra Heute, nach knapp 220 km treffe ich in der Herberge viele "Bekannte" wieder, die ich unterwegs kennenlernte und mit denen ich einige Kilometer ging. Mit manchen ein paar Tage, mit manchen ein paar Stunden. Überrascht bin ich von dem "Krankenlager". Knieprobleme, überlastete Muskeln, schmerzende Füsse, Entzündungen usw. Da bin ich zufrieden, dass ich ausser meinen Blasen an der rechten Ferse (noch) keine weiteren Probleme habe. Es wird alles versucht, auch Akupunktur...
21.05.07
Burgos liegt seit 2 Tagen hinter mir. Am 19.05. kam ich dort gegen Mittag an. Natürlich besichtigte ich die Kathedrale! Falls sich jemand für dieses Bauwerk interessiert; meine Empfehlung dazu: Wenn man alles erreichbare über dieses Bauwerk gelesen hat, alle veröfffentlichten Bilder angeschaut hat, sich mit Fakten vollgestopft hat, kann man, meiner Meinung nach, ca. 1 Prozent dieses in Jahrhunderten geschaffenen Monuments erfassen.
Ich schlenderte dann noch 1 - 2 Stunden durch die Altstadt und beschloss dann den vorgesehenen Ruhetag zu verschieben und weiterzuziehen. Ich hatte kein Interesse daran Andenkenläden zu stürmen und mir die gleichen Auslagen in den Schaufenstern anzuschauen wie in Berlin. Der Lärm der Stadt und die Hektik sind jetzt ungewohnt.
Ich werde mir meinen Ruhetag, den ich schon brauche, irgendwo auf dem Lande gönnen oder mehrere kleine Tagestouren von 5 - 10 km Länge machen.
23.05.07
Seit 2 Tagen laufe ich nun durch die "Meseta" die Kornkammer Spaniens, die sich von Burgos bis Leon erstreckt. Ich verschwinde in einem Meer aus Roggen und Weizen. Durch den Wind entstehen immer neuen Farben und Formen. Es ist wie wenn eine riesige Hand über Samt streicht.
Hier in dieser unendlichen erscheinenden Weite habe ich, genauso wie in in der Kathedrale in Burgos, das Gefühl ein winziges Teilchen zu sein, das eine bestimmte Zeitspanne herumschwirrt, um dann in der Unendlichkeit von Zeit und Raum zu verschwinden.
Meine schmerzenden Füsse, die Frage ob ich in Santiago wann und wie ankomme, erscheinen völlig unwichtig.
Heute, am 23.05. bin ich ca. 25 km im Regen gelaufen, es soll auch die nächsten Tage regnen und ziemlich abkühlen.
Ich lasse es auf mich zukommen.
G. Uphoff
Es ist wieder Montag. Ich sitze in Viena in einem Cafe, vor mir liegt der Wanderführer. Vor 160 km begann eine Wanderung, die mir alles abverlangt. In allen Büchern und Reiseführern sind viele schöne Bilder: herrliche Landschaften, mittelalterliche Dörfer und hervorragende Wanderwege. Ab uns zu der Hinweis, dass der "Camino" kein Spaziergang ist.
Die Landschaften sind jetzt im Frühling genauso wie sie beschrieben werden! Nur: Diese Bilder zeigen nicht die kilometerlangen Aufstiege und die noch viel schwereren Abstiege, die oft und lange keine Wege sind sondern ausgetrocknete Wasserläufe, die voller Kiesel liegen, die bis kopfgross sind. Ich bin froh, dass ich dem Rat eines Bekannten gefolgt bin und mir einen Wander(Pilger-)Stab gekauft habe. Ohne diesen, wären die ersten 2 Etappen für mich nicht zu schaffen gewesen.
In vielen Dörfern, die am Wege liegen, gibt es nichts zu kaufen, oft gibt es unterwegs über viele Kilometer hinweg keine Möglichkeit Wasser nachzufassen.
Während ich im Cafe sitze lerne ich einen Österricher kennen, der durch die vielen heftigen An- und Abstiege schwere Knieprobleme bekommen hat. Er wird morgen zum Arzt gehen; vermutlich wird er, ein geübter Alpenwanderer, den Camino abrechen müssen.
Jetzt in diesem Moment kommt ein älterer Japaner in das Cafe, der seit Pamplona ohne Gepäck läuft. Wie die Hospitaleros in der Herberge dort ausführten, wird keiner, dessen Rucksach schwerer als 10 kg ist, Santiago erreichen.
Was ich bis jetzt in den einzelnen Herbergen mitbekommen habe, sind ca. 8 von 10 Wanderern, ich auch, mit Blasen an den Füssen und /oder Knieproblemen unterwegs. Jeder preist ein anderes Wundermittel an.
Viele sind nach ein paar Tagen völlig leer und ausgepumpt. Ein Ruhetag, an dem die Speicher wieder gefüllt werden ist dann Pflicht.
Eines der Probleme bei der Ernährung hier ist für mich, dass es hier praktisch kein Vollkornbrot gibt, ausser in grossen Städten und auch dort nur in grossen Supermärkten.
Morgen werde ich "nur" 10 km bis Lograno gehen, der nächsten grossen Stadt nach Pamplona. Danach geht es weiter durch Rioja nach Burgos, das ich dann hoffentlich in einer Woche erreiche. Meine grösste Hochachtung gilt inzwischen allen, die den "Camino" gegangen sind.
Ich hoffe, dass ich es auch schaffe.
Fuer heute
Bueno Camino
Nachdem ich am 06.05.07 um 16.30 Uhr bei sehr schönem Wetter in St. Jean-Pied-de-port angekommen bin, war die Vorfreude auf den Beginn des "Weges" am nächsten Morgen gross.
Nur: es regnete, es war wolkenverhangen und kalt. Wir gingen ca. 9 Stunden bei einer Sichtweite von teilweise ca. 30 m. Auf der Passhöhe dürften die Temperaturen gegen 0 Grad tendiert haben. Es war ein anstrengender Aufstieg bei dem ca. 1300 Höhenmeter zu bezwingen waren.
Nach 25 km Ankunft dann gegen 17.30 Uhr in Roncesvalles. Am nächsten Morgen führte unser Weg weiter nach Zubiri: es lagen 23 km durch hügeliges Gelände vor uns, diesmal bei gefühlten 20 Grad.